Christbäume aus Niederösterreich

Was wäre Weihnachten ohne einen festlich geschmückten Christbaum aus Niederösterreich? Lesen Sie, was man beim Kauf beachten soll und wie Sie die Haltbarkeit verlängern.

Die Nordmanntanne ist der beliebteste Christbaum der Österreicher.

Der Brauch, zu Weihnachten einen geschmückten Tannenbaum ins Wohnzimmer zu stellen, entwickelte sich im 19. Jahrhundert in Europa. Zuerst konnten sich nur die reichen Schichten einen Baum leisten, da Tannen in Mitteleuropa selten waren. Die "normale" Bevölkerung musste sich mit Ästen und Reisig begnügen. Erst mit der Aufforstung von Tannen und Fichten Mitte des 19. Jahr­hunderts wurde der Christbaum für alle leistbar.

2,5 Millionen Christbäume in Österreich

Etwa 90 Prozent der Bäume in Österreich stammen aus heimischen Kulturen, der Rest wird importiert. Ungefähr 1 Million der Bäume kommt aus Niederösterreich. Ganz oben in der Gunst des Christkinds steht die Nordmanntanne. Dieser ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Nadelbaum wird meist in Monokulturen angebaut, die besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten sind. Die Folge ist massiver Einsatz von Chemie.

Monokulturen brauchen Chemie

Besonders auf intensiv bewirtschafteten Flächen ist der Unkrautdruck nach der Pflanzung der jungen Bäume sehr groß, weshalb aus wirtschaftlichen Gründen oft Herbizide und andere Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz kommen. Dazu kommen noch chemisch-synthetische Düngemittel, die den Jungbäumen zu einem schnellen Wachstum verhelfen sollen.

Christbaum? Ja, aber in Bio-Qualität!

Bio-Christbaumkulturen kommen ganz ohne Chemie aus. Hier wird das Gras zwischen den Bäumen entweder gemäht oder durch spezielle Schafe – die Shropshire-Schafe – kurz gehalten. Bio-Christbäume werden nach den Kriterien der EU-Verordnung über den biologischen Landbau produziert. Damit sind der Einsatz von synthetischen Spritzmitteln und Düngern verboten. Die Betriebe werden einmal im Jahr von zertifizierten Kontrollorganen geprüft. Oft gibt es diese Bäume bei Betrieben, die auch andere Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau im Angebot haben.

Umweltfreundliche Bäume aus der Region

Wenn der Kauf eines Bio-Christbaumes nicht möglich ist, stellen Bäume aus der Region einen ökologischen Kompromiss dar. Die Transportwege sind kurz, der Baum wird frisch geschnitten und hält daher auch länger. Seit 2007 führt Maria Laach am Jauerling den Titel „NÖ Christbaumgemeinde“. Über 70 Betriebe widmen sich hier an den klimatisch besonders gut geeigneten Hängen zur Donau der Zucht von Weihnachtsbäumen.

So haben Sie lange Freude an Ihrem Christbaum:

  • Lagern Sie den frisch geschnittenen Baum nicht zu lange in der Verpackung, weil sich aufgrund des Wassergehaltes Wärme entwickelt.
  • Lagern Sie den Baum kühl und nach Möglichkeit im Freien.
  • Schneiden Sie 3 bis 4 Zentimeter des Stammes ab und geben sie den Baum in einen mit Wasser gefüllten Ständer.
  • Je nach Zimmertemperatur braucht ein Baum 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag.
  • Vorsicht mit echten Kerzen: Zwei Wochen nach dem Aufstellen sollten Sie nicht mehr entzündet werden.

Wohin mit dem Baum nach den Feiertagen?

Viele größere Städte und Gemeinden bieten eine kostenlose Möglichkeit an, alte Christbäume zu sammeln und fachgerecht zu entsorgen. Wichtig ist, dass die Bäume vollkommen frei von Schmuck und Lametta sind. Die Bäume werden entweder kompostiert oder zu Hackschnitzel verarbeitet. Diese können in dafür geeigneten Anlagen verbrannt werden. Die in Wien gesammelten Christbäume werden etwa in einem Biomassekraftwerk zu Fernwärme verwertet. 500 Weihnachtsbäume ersetzen rechnerisch 1.000 Liter Heizöl und können einen Durchschnittshaushalt ein Jahr lang mit Strom versorgen.
 

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