Auf dem Weg zum klimafitten Gemeindewald

Bei einem Gemeindespaziergang in Persenbeug-Gottsdorf wurden die Naturschätze der Gemeinde vorgestellt.

Gemeindespaziergang in Persenbeug

Karin Schmid, Gerhard Leeb und Reinhard Kraus mit den TeilnehmerInnen des Gemeindespaziergangs in Persenbeug.

Trotz Regenwetter kamen rund 25 Interessierte der Einladung von Bürgermeister Gerhard Leeb und Umweltgemeinderätin Tamara Leeb zu einem Spaziergang zu den Naturschätzen im Gemeindegebiet nach.

Einzigartige Auwaldreste im Nibelungengau

Unter der Leitung von DI Karin Schmid, Regionalkoordinatorin Schutzgebietsbetreuung Mostviertel und DI Reinhard Kraus, Fachexperte und Schutzgebietsbetreuer ging es in die Auwälder an der Donau zwischen Gottsdorf und Hagsdorf. Sie stellen wichtige Lebensräume im Europaschutzgebiet „Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse“ dar. An der Stauwurzel des Kraftwerks Melk gibt es noch naturnahe Uferbereiche und Auwaldreste, wie sie in weiten Teilen des Nibelungengaus nicht mehr zu finden sind.

Pflegekonzept für die Au

Die Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf übernimmt Verantwortung für den Erhalt ihrer Naturschätze. Nach einer ersten naturschutzfachlichen Beratung über die Schutzgebietsbetreuung NÖ erstellte der Landschaftsplaner DI Reinhard Kraus ein Pflegekonzept für die gemeindeeigenen Auwaldflächen an der Donau. Am 30. Juni wurde das Konzept der lokalen Bevölkerung gemeinsam mit VertreterInnen der Gemeinde, der Schutzgebietsbetreuung NÖ sowie der viadonau bei einer Begehung vorgestellt.

Raum für Artenvielfalt und Naherholungsgebiet

Vorrangiges Ziel der geplanten Maßnahmen ist die Verbesserung des Erhaltungszustands der Auwälder, die als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, aber auch als wichtiges Naherholungsgebiet fungieren. Der naturnahe Auwald mit Eichen, Linden, Ulmen und Pappeln soll erhalten bleiben. Robinien und Eschenahorn, die als Neophyten nicht heimisch sind, werden entfernt. Entlang der Donauufer wird die Gemeinde dabei von der viadonau unterstützt. Die wunderbare Allee aus Altbäumen entlang des Treppelweges soll erhalten bleiben. Gefährdungen durch herabstürzende Äste sollen durch rechtzeitige baumchirurgische Maßnahmen minimiert werden, damit Fällungen in Zukunft weitgehend vermieden werden können.

Klimafitter Auwald entsteht

Der Kiefernforst soll sukzessive in einen standortsgemäßen, klimafitten Auwald umgewandelt werden. Dabei werden die bestehenden Kiefern streifenweise entfernt und damit der Wald aufgelichtet, um den schon bestehenden Laubbaumunterwuchs zu fördern. Zusätzlich werden heimische Auwaldbäume ausgepflanzt.