Artenvielfalt in Laxenburg

Beim Umwelt- und Klimatag konnten sich BürgerInnen zum Thema Biodiversität informieren.

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Norbert Sauberer erklärte bei einem Gemeindespaziergang Interessantes zur Natur in Laxenburg.

Bei einem Gemeinderundgang, der von der Energie- und Umweltagentur NÖ gemeinsam mit der Marktgemeinde Laxenburg organisiert wurde, erfuhren die rund 35 TeilnehmerInnen Wissenswertes zur ökologischen Gartengestaltung.

Infos rund um die Artenvielfalt

Im „Natur im Garten“-Schaugarten im Kaiser Franz Josef-Park wird statt Torf Gartenkompost verwendet. Die TeilnehmerInnen konnten sich über das vielfältige Blühangebot und dessen Notwendigkeit für Insekten austauschen. Im lauschigen Innenhof des Rathausparks gab es Infostände von Naturland NÖ und der Initiative Natur im Garten.

Arten erkennen mit App

Biodiversitätsforscher Martin Jung stellte zwei kostenlose Apps vor, mit denen sich fotografierte Pflanzen und Tiere schnell bestimmen und damit wertvolle Daten für die Wissenschaft sammeln lassen. i Naturalist ist die weltweit meist genutzte App zur Biodiversitätserfassung, mit der App Seek können Pflanzen und Tiere im Handumdrehen bestimmt werden, indem man einfach ein Foto von ihnen macht. Es ist eine wertvolle Hilfe für alle Pflanzen- und Tierfans, die den Namen der gefundenen Art wissen möchten.

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Trittsteinbiotope sind für die Erhaltung der Artenvielfalt im Naturland enorm wichtig.

Die rollenden Hügel von Laxenburg

Der Rundgang führte anschließend zu den „Rolling hills“, wo Botaniker Norbert Sauberer die Bedeutung des Areals zur Erhaltung von Wildpflanzen und seltenen Trockenrasenbewohnern erläuterte. Die „Rolling Hills“ stellen als erster „Gstettn- oder Ökopark“ Niederösterreichs einen besonderen Lebensraum dar, in dem die natürliche Vegetationsentwicklung freien Lauf hat. Aushubmaterial der neuen Autobahnabfahrt wurde in Form einer markant modellierten Hügellandschaft auf einer ehemaligen Ackerfläche unweit des Ortszentrums aufgebracht.

Trittsteine für die Natur

Abschließend stellte Sabine Plodek-Freimann, Regional-Koordinatorin für die Schutzgebietsbetreuung im Industrieviertel, den Zusammenhang zwischen Schutzgebieten und Restnaturflächen in Gemeinden heraus. Diese Trittsteinbiotope sind für die Erhaltung der Artenvielfalt im Naturland enorm wichtig. Nicht nur die Gemeinde, sondern auch jede/r einzelne kann etwas dazu beitragen, die Vielfalt zu bewahren.

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