Anpassung an Klimawandel

NÖ wird Teil der EU-Mission zur Anpassung an den Klimawandel. Für LH-Stellvertreter Pernkopf ist es ein wichtiger Schritt auf dem Weg, klimafit zu werden.

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Mit der Unterschrift der Charta zur Mission bekennt sich Niederösterreich zu weiteren Anstrengungen.

Die Europäische Kommission gab beim 1. Forum zur EU-Mission zur Adaption an den Klimawandel den Start der Mission sowie alle 120 teilnehmenden Regionen bekannt. Niederösterreich ist bisher das einzige Bundesland, das von der Kommission als Partner ausgewählt wurde.

NÖ ist Vorreiter bei Anpassung an Klimawandel

„Niederösterreich ist das erste Bundesland, das an der Mission der Europäischen Union zur Anpassung an den Klimawandel teilnimmt. Damit werden wir einmal mehr unserer Verantwortung gerecht, als Land NÖ alles für den Klimaschutz zu tun. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt, bis 2030 unsere Ziele im Rahmen des Klima- und Energiefahrplanes 2030 zu erreichen“, sind sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf einig. Das Ziel der Mission ist, gemeinsam zur Umsetzung des Europäischen Green Deal und der EU-Strategie für Klimaanpassung auf regionaler und lokaler Ebene beizutragen.

25 Millionen für 50 Gewässerökologie-Projekte geplant

„Niederösterreich setzt effektive und wichtige Maßnahmen, um einerseits das Klima zu schützen, aber auch um die Klimawandelanpassung voranzutreiben. So wurden in den letzten Jahren mehr als 200 Millionen Euro in Renaturierungsprojekte in ganz Niederösterreich investiert“, erläutert Landeshauptfrau Mikl-Leitner. „Für die kommenden Jahre sind 25 Millionen Euro für weitere 50 konkrete Gewässerökologie-Projekte geplant, um unseren Flüssen wieder mehr Raum zu geben und deren Ökosystemleistungen zu sichern“, ergänzt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

26 KLAR!-Regionen in Niederösterreich arbeiten für die Klimaanpassung

Auch bei den Klimawandelanpassungsmodellregionen (KLAR!) ist Niederösterreich Spitzenreiter. Mit 26 KLAR!-Regionen gibt es in Niederösterreich die meisten Regionen in Österreich, die sich frühzeitig auf die Herausforderungen des Klimawandels einstellen. Neben vielfältigen Aktivitäten der Bewusstseinsbildung werden in den KLARs Begrünungsprojekte, Baumpflanzungen oder Bachrenaturierungen umgesetzt. Vorsorge gegen Startregenereignisse, neu angelegte Blühwiesen oder entsiegelte Parkplätze sind weitere Beispiele.

Klimafit bis 2030

Mit der Unterschrift der Charta zur Mission bekennt sich Niederösterreich zu weiteren Anstrengungen, die Folgen des Klimawandels für die Bevölkerung zu reduzieren und vor Ort Maßnahmen zu setzen. Dazu kommt die Möglichkeit, sich mit anderen Regionen in Europa zu vernetzen und auszutauschen. Im „NÖ Klima- und Energieprogramm 2030“ ist Klimaanpassung bereits als zweite Säule neben Klimaschutz verankert. Umsetzung findet sie unter anderem in der Wasserstrategie des Landes, Initiativen wie klimafitte Ortszentren oder den zahlreichen die Klimawandel-Anpassungsmodellregionen, zu denen mittlerweile 160 niederösterreichische Gemeinden gehören.

eNu unterstützt bei Einreichung mit ihrem Know-how

Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ ist die koordinierende Stelle, die allen Regionen und Gemeinden das breite Unterstützungsangebot des Landes Niederösterreich zugänglich macht und mit ihrem Know-how und zur Seite steht: „Wir unterstützen mit dem Kommunalen Förderzentrum bei der Einreichung von Förderungen und begleiten Regionen wie Gemeinden bei ihren Projektvorhaben“, erklärt Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

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