Alm-Manifest gestartet

Almen sind Arbeitsplatz der Bauern, Lebensraum für Tiere und wertvolles Ökosystem, aber kein Freilichtmuseum

Nach dem viel kritisierten Schadenersatz-Urteil wegen einer tödlichen Kuh-Attacke in Tirol ist in Niederösterreich auf Initiative von LH-Stv. Stephan Pernkopf ein Alm-Manifest gestartet worden. In dem Manifest heißt es: "Unsere Almen sind ein Herzstück Österreichs. Sie sind unverzichtbare Erholungsräume für die Österreicherinnen und Österreicher und Touristen aus der ganzen Welt. Wertvolles Ökosystem und wichtiger Wirtschaftsfaktor gleichermaßen. Das soll auch so bleiben."

Darüber hinaus wird betont, dass die Almen "kein Freilichtmuseum" seien: "Sie sind Arbeitsplatz der Bäuerinnen und Bauern und Lebensraum für Tiere. Hier werden die besten Lebensmittel produziert.“ Wie das Kuh-Urteil zeige, sei dies der Gesellschaft aber immer weniger bewusst.

Und weiter heißt es: "Mit dem Alm-Manifest legen wir ein Bekenntnis ab. Zu unseren Almen und Weiden, und zu unseren Bäuerinnen und Bauern. Es braucht mehr Eigenverantwortung, Hausverstand und Achtsamkeit, wenn man sich in der freien Natur bewegt. Wir wollen mit diesem Manifest ein lautes Zeichen setzen: Jeder, der sich gerne in der Natur bewegt, der hinter unseren Almbauern steht und der unsere Umwelt schützt, soll unterschreiben!"

In der aktuellen Debatte verweisen die Naturfreunde auf ihren Folder „Weidetiere auf Almen“ und geben Tipps für Wanderer, wodurch derartige Unfälle in Zukunft verhindert werden können. 

Der Alpenverein spricht sich zur Sicherung der Almwirtschaft für Rechtssicherheit der Bauern aus, will die Eigenverantwortung der Bergtouristen stärker thematisieren und hält fest, dass generelle Sperren von Wanderwegen keine Lösung sind. 

Das Alm-Manifest unterschreiben kann man ab sofort unter www.alm-manifest.at und auf Gemeindeämtern.

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