Alarmstufe Rot für die Natur

Der Bericht des Weltklimarates zeigt die Folgen der Erderwärmung für Mensch und Natur auf. Rasches Handeln ist notwendig.

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Der zweite Teil des Berichts des Weltklimarates gibt Alarmstufe Rot für Natur und Mensch.

Der Ende Februar veröffentlichte zweite Teil des Sachstandsberichts des UNO-Weltklimarates IPCC lässt die Alarmglocken schrillen. Die aktuellen Maßnahmen reichen nicht aus, um die Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

Steht der ökologische Super-GAU bevor?

Die Folgen der Erwärmung für Mensch und Natur sind laut dem Bericht umfassend und unabwendbar, gezielte Maßnahmen zur Anpassung müssen sofort angegangen werden. Unmittelbare Folge der Erwärmung wird ein beispielloser Verlust des Artenreichtums sein. Bei einer Erwärmung um durchschnittlich 3 Grad werden in Europa bis zu 50 Prozent der Arten verschwinden. Weitere Folgen betreffen die Bestäubungsleistung von Insekten, die Nahrungsmittelsicherheit, die Wasserversorgung, die Energieversorgung, die Klimaregulation der Ökosysteme, die Luftqualität und die menschliche Gesundheit.

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Der IPCC-Bericht macht konkrete Vorschläge, um das Weltklima zu retten.

Gezielte Maßnahmen notwendig

Neben deutlich verstärkten Bemühungen im Klimaschutz sind umfassende, gezielte und koordinierte Anpassungsmaßnahmen notwendig. Im Bericht wird aufgrund der Trägheit des Klimasystems ein Zeithorizont von 20 bis 50 Jahren empfohlen.

Weitere Empfehlungen werden im Bericht angeführt:

  • Politisch bindende Verpflichtungen und Zusagen zur Anpassung
  • Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen, wie eine klare Zielsetzung mit Prioritäten sowie Festlegung von Verantwortlichkeiten
  • Schaffung und Erweiterung des Wissens über regionale Folgen und Risiken
  • Monitoring und Evaluierung der Maßnahmen, um den Fortschritt zu messen
  • Breiter Beteiligungsprozess unter Berücksichtigung unterschiedlichster Interessensgruppen, Akteure und Betroffener

Bericht unter Beteiligung von 195 Staaten

Laut dem Bericht sind zeitnahe Maßnahmen zur Klimaanpassung deutlich effizienter als Investitionen in der Zukunft. Der potenzielle Nutzen der Maßnahmen ist langfristig höher als ihre Kosten. Die Veröffentlichung des Berichtes erfolgte nach mehrwöchigen Verhandlungen unter Beteiligung von 195 Ländern. Der erste Teil des Berichts zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen wurde bereits 2021 veröffentlicht. Die Berichte werden seit 1990 regelmäßig alle 5 Jahre erstellt.