15 Jahre - 15 Projekte

Naturpark und Stadtgemeinde landen beim Jubiläumswettbewerb einen Doppelsieg für Purkersdorf.

Foto von der Preisübergabe

Naturpark und Stadtgemeinde Purkersdorf räumten beim Projektwettbewerb zum 15-Jahre-Jubiläum des Biosphärenparks groß ab.

(10.03.2021/ MF) Beim Projektwettbewerb des Biosphärenpark Wienerwald "15 Jahre 15 Projekte 15 Jahre Jubiläum" wurden die vom Naturpark und der Stadtgemeinde Purkersdorf nominierten Projekte mit jeweils 3.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald

Die Jury hat aus allen eingereichten Projektideen aus dem Jubiläumsprojektwettbewerb des Biosphärenpark Wienerwald die SiegerInnen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Projekte in den Kategorien Freizeit und Naherholung, Erhaltung der Kulturlandschaft sowie betriebliche Kooperationen.

Zugpferd Naturpark

Beim Projekt des Naturparks Purkersdorf geht es mit Pferdestärken zu einer sanften Waldbewirtschaftung. Um die ökologisch wertvollen Waldbereiche langfristig besser zu erhalten und zu stärken, soll die Bewirtschaftung künftig sehr kleinflächig und bodenschonend durchgeführt werden. Bewirtschaftet wird mit möglichst wenig Verdichtung des Untergrundes und verstärkt durch Einzelstammentnahmen.

Zusammenarbeit von Mensch, Pferd und Wald

Als Pilotprojekt möchte der Naturpark Purkersdorf dazu Anfang Oktober 2021 Rückepferde als Alternative zu schweren Forstmaschinen einsetzen. So kann das Holz im steileren Gelände des Naherholungsgebietes sanft bewegt und in kleinen Mengen abgearbeitet werden. Nicht zuletzt ist der Naturpark auch Lehrwald, in dem die lokale Bevölkerung in die Renaissance der Arbeit Mensch-Pferd-Wald eingebunden werden soll.

Aufblühen auf der Feilerhöhe

Das Projekt der Stadtgemeinde Purkersdorf in Zusammenarbeit mit dem Naturpark soll nicht nur die Artenvielfalt und den optischen Genuss der Wiesen weiterentwickeln. Die Fläche soll mit ihren Bäumen aufblühen und das Interesse am Mitwirken von Freiwilligen zur Pflege erhöhen. Der Artenreichtum wird durch den Einsatz traditioneller Mahdmethoden gesteigert. Die Wohnqualität für wichtige Nützlinge wird durch ein passendes Insektenhotel und einen Totholzbereich erhöht.

Schafe sorgen für Artenvielfalt

Bei der Mahd der steilen Wiese soll mit Schafen gearbeitet werden. Gleichzeitig werden in den Randzonen attraktive Ruhe- und Rastbereiche für die Bevölkerung zum Beobachten und Genießen der Vielfalt auf der Wiese gestaltet. Die Umsetzung des Projektes erfolgt im Lauf des heurigen Jahres. Aktionstage zum Einsatz für die Natur sind am 18. und 19. Juni geplant.